Inhaltsverzeichnis
Toggle- Continental AG – Besetzung des Senior Vice President for Automotive Software & Central Engineering
- Die Zerreißprobe zwischen Mechanik und Bit
- Das Anforderungsprofil: Ein Transformator für die Architektur der Zukunft
- Strategisches Headhunting: Suche in der Schnittmenge von Silicon Valley und deutscher Ingenieurskunst
- Der Auswahlprozess: Systemverständnis und Change-Management-Kompetenz
- Die Integrationsphase: Etablierung einer modernen Engineering-Kultur
- Ergebnisse: Technologischer Durchbruch im Software-Defined Vehicle
Continental AG – Besetzung des Senior Vice President for Automotive Software & Central Engineering
Die Zerreißprobe zwischen Mechanik und Bit
Die Continental AG befindet sich in einer der anspruchsvollsten Phasen ihrer über 150-jährigen Geschichte. Als einer der weltweit größten Automobilzulieferer muss das Unternehmen den Spagat schaffen: Einerseits bleibt das Geschäft mit Reifen und mechanischen Komponenten (wie Bremssystemen) das finanzielle Rückgrat, andererseits entscheidet die Kompetenz in der Elektronik und Software über die zukünftige Relevanz. Da moderne Fahrzeuge zunehmend über zentrale Hochleistungsrechner (High-Performance Computer) statt über hunderte Einzelsteuergeräte gesteuert werden, musste Continental seine Automotive-Sparte radikal umbauen. Gesucht wurde ein Senior Vice President for Automotive Software, der die Verantwortung für die Entwicklung einer markenübergreifenden Software-Plattform trägt, die autonomes Fahren, Konnektivität und Sicherheitssysteme integriert.
Das Anforderungsprofil: Ein Transformator für die Architektur der Zukunft
Die Anforderungen an den Kandidaten waren geprägt von der massiven Komplexität der Systemintegration. Continental suchte eine Führungspersönlichkeit, die das „Automotive-Gen“ (höchste Sicherheitsstandards, Null-Fehler-Toleranz) mit der Agilität der Software-Welt vereint. Der ideale Kandidat musste Erfahrung in der Leitung von Organisationen mit mehreren tausend Software-Entwicklern haben und verstehen, wie man eine serviceorientierte Architektur (SOA) für das Auto von morgen aufbaut. Gefragt war die „Authoritativeness“, um innerhalb des Konzerns den kulturellen Wandel von der „Hardware-First“- zur „Software-Defined“-Mentalität voranzutreiben. Zudem war eine hohe „Experience“ in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Tech-Giganten und Start-ups erforderlich, um die Entwicklungsgeschwindigkeit drastisch zu erhöhen.
Strategisches Headhunting: Suche in der Schnittmenge von Silicon Valley und deutscher Ingenieurskunst
Als spezialisierte Headhunter identifizierten wir, dass die Lösung für diese Position in der Gewinnung eines „Rückkehrers“ oder eines internationalen Experten aus der Consumer-Electronics- oder Cloud-Branche lag, der ein tiefes Verständnis für sicherheitskritische Systeme mitbringt. Unsere Suche erstreckte sich über die Zentren für autonomes Fahren in den USA und Israel sowie über die Forschungsabteilungen der führenden IT-Konzerne. Die Herausforderung war, jemanden zu finden, der die industrielle Skalierbarkeit eines Weltmarktführers wie Continental als Chance begreift, Software-Innovationen in Millionen von Fahrzeugen auf die Straße zu bringen. Wir gewannen einen Kandidaten, der zuvor bei einem führenden US-amerikanischen Tech-Unternehmen die Entwicklung von eingebetteten Systemen für kritische Infrastrukturen geleitet hatte.
Der Auswahlprozess: Systemverständnis und Change-Management-Kompetenz
Der Auswahlprozess bei Continental war ein intensiver Austausch mit dem Vorstand der Automotive-Sparte und den Leitern der verschiedenen Geschäftsbereiche. Ein zentrales Element war die Diskussion über die „Entkopplung von Hardware und Software“: Wie kann Continental Software-Funktionen schneller aktualisieren, ohne auf die langen Hardware-Entwicklungszyklen der Fahrzeughersteller warten zu müssen? Der Kandidat musste zudem darlegen, wie er die bestehende Belegschaft auf die Reise in die Software-Welt mitnimmt. Er überzeugte durch seinen klaren Fokus auf „Platform-Thinking“ und seine Erfahrung darin, monolithische Code-Strukturen in moderne, modulare Systeme zu überführen. Er brachte zudem eine unerschütterliche Ruhe mit, die für die Moderation der internen Transformationsprozesse essenziell war.
Die Integrationsphase: Etablierung einer modernen Engineering-Kultur
Nach der erfolgreichen Vermittlung unterstützten wir den neuen Senior Vice President dabei, ein globales „Software Excellence Center“ innerhalb von Continental aufzubauen. Wir moderierten den Onboarding-Prozess, um sicherzustellen, dass die neuen agilen Entwicklungsmethoden (DevOps, Continuous Integration) nahtlos mit den Anforderungen der funktionalen Sicherheit (ISO 26262) harmonisiert wurden. Ein kritischer Faktor war die Einführung von neuen Karrierepfaden für Software-Architekten, um Continental für Top-Talente aus der Tech-Szene attraktiver zu machen. Wir begleiteten ihn dabei, eine strategische Allianz mit einem führenden Cloud-Anbieter zu schließen, um die Entwicklung von „Digital Twins“ für Fahrzeugkomponenten zu beschleunigen.
Ergebnisse: Technologischer Durchbruch im Software-Defined Vehicle
Heute gilt Continental als einer der führenden Anbieter für zentrale Fahrzeugrechner. Unter der Leitung des von uns vermittelten Experten konnte das Unternehmen mehrere Großaufträge für integrierte Software-Plattformen von globalen Automobilherstellern gewinnen. Die Effizienz in der Software-Entwicklung stieg spürbar, während die Time-to-Market für neue Funktionen (wie automatisiertes Einparken) verkürzt wurde. Continental hat bewiesen, dass ein traditionsreicher Zulieferer durch die richtige personelle Besetzung an der Spitze der digitalen Mobilitätsrevolution stehen kann. Diese Fallstudie zeigt, dass die Transformation der Automobilindustrie vor allem eine Frage der kulturellen und technologischen Führungskompetenz ist.





