Inhaltsverzeichnis
Toggle- Brenntag SE – Besetzung des Global Chief Digital & Data Officer für „Brenntag Digi-Center“
- Die digitale Transformation des weltgrößten Chemie-Händlers
- Das Anforderungsprofil: Ein Plattform-Architekt für die B2B-Welt
- Strategisches Headhunting: Suche in der Schnittmenge von Logistik-Tech und B2B-Handel
- Der Auswahlprozess: Change-Management und technologische Skalierbarkeit
- Die Integrationsphase: Aufbau des „Digi-Center“ und Daten-Harmonisierung
- Ergebnisse: Effizienzrekorde und neue digitale Erlösströme
Brenntag SE – Besetzung des Global Chief Digital & Data Officer für „Brenntag Digi-Center“
Die digitale Transformation des weltgrößten Chemie-Händlers
Die Brenntag SE ist das Bindeglied zwischen den großen Chemieproduzenten (wie BASF oder Dow) und der verarbeitenden Industrie weltweit. Mit über 10.000 Produkten und hunderttausenden Kunden ist das Geschäftsmodell hochkomplex. Lange Zeit basierte der Chemiehandel auf persönlichen Beziehungen und manuellen Bestellprozessen. Im Rahmen der Strategie „Project Brenntag“ entschied der Konzern, sich radikal zu digitalisieren, um die Effizienz zu steigern und neue, datengetriebene Services anzubieten. Gesucht wurde ein Global Chief Digital & Data Officer, der das „Brenntag Digi-Center“ leitet. Die Aufgabe: Die Transformation von einem physischen Logistik-Experten hin zu einem datenzentrierten Plattform-Unternehmen, das Markttrends durch KI vorhersagt.
Das Anforderungsprofil: Ein Plattform-Architekt für die B2B-Welt
Die Anforderungen an den Kandidaten waren eine technologische Herkulesaufgabe. Brenntag suchte eine Führungspersönlichkeit, die versteht, wie man eine globale E-Commerce-Plattform für Spezialchemikalien aufbaut, während gleichzeitig die hochkomplexen regulatorischen Anforderungen (Gefahrgutrecht, Compliance) automatisiert werden. Der ideale Kandidat musste die „Authoritativeness“ besitzen, um eine weltweit verteilte Vertriebsmannschaft davon zu überzeugen, dass digitale Kanäle keine Bedrohung, sondern ein Enabler sind. Gefragt war zudem eine hohe „Experience“ in der Nutzung von Predictive Analytics, um die Lagerhaltung global zu optimieren und Preisschwankungen am Chemiemarkt proaktiv zu managen.
Strategisches Headhunting: Suche in der Schnittmenge von Logistik-Tech und B2B-Handel
Als spezialisierte Headhunter identifizierten wir, dass die Lösung in der Gewinnung eines Experten lag, der bereits die Digitalisierung großer Handelsstrukturen (z. B. im Bereich Automotive-Teile oder Elektronik-Distribution) erfolgreich geleitet hatte. Unsere Suche erstreckte sich über die Digital-Hubs in Berlin, London und dem Silicon Valley. Wir analysierten Top-Talente bei führenden Tech-Plattformen sowie digitale Köpfe aus der Logistikbranche. Die Herausforderung war, jemanden zu finden, der bereit war, in die „traditionelle“ Welt der Chemie einzutauchen und dort die Regeln des Spiels zu verändern. Wir gewannen einen Kandidaten, der zuvor die digitale Transformation eines globalen Industriegroßhändlers geleitet und dort ein profitables Online-Ökosystem etabliert hatte.
Der Auswahlprozess: Change-Management und technologische Skalierbarkeit
Der Auswahlprozess bei Brenntag war geprägt durch einen intensiven Austausch mit dem CEO und dem Vorstand für IT & Digitalisierung. Ein zentrales Element war die Diskussion über die „Customer Experience“ im B2B-Bereich: Wie schafft man es, dass der Kauf von 20 Tonnen Schwefelsäure so einfach wird wie eine Bestellung bei Amazon? Der Kandidat musste darlegen, wie er Silo-Daten aus hunderten von lokalen ERP-Systemen in eine globale Datenstruktur (Data Lake) überführen würde. Er überzeugte durch seinen klaren Fokus auf den messbaren Geschäftsnutzen der Digitalisierung und seine Fähigkeit, technische Roadmaps für Nicht-ITler verständlich zu machen. Besonders seine Erfahrung mit agilen Skalierungs-Frameworks (SAFe) war ein entscheidender Faktor.
Die Integrationsphase: Aufbau des „Digi-Center“ und Daten-Harmonisierung
Nach der erfolgreichen Vermittlung unterstützten wir den neuen Chief Digital Officer dabei, ein internationales Team aus Software-Entwicklern, Data Scientists und Produktmanagern im neuen Digital-Hub in Amsterdam aufzubauen. Wir moderierten den Onboarding-Prozess, um sicherzustellen, dass die neue digitale Einheit eng mit den regionalen Business-Leitern in Nordamerika, Europa und Asien verzahnt wurde. Ein kritischer Faktor war die Einführung eines KI-basierten Preistools, das den Vertriebsmitarbeitern half, tagesaktuelle Marktpreise optimal auszuspielen. Wir begleiteten ihn dabei, eine neue Kultur des datengetriebenen Entscheidens zu etablieren. Durch unsere Beratung gelang es, die Vorurteile gegenüber der „zentralen Digitalisierung“ in den Regionen abzubauen.
Ergebnisse: Effizienzrekorde und neue digitale Erlösströme
Heute gilt Brenntag als der digitale Vorreiter im Chemiehandel. Unter der Leitung des von uns vermittelten Experten wurde der Anteil der digital abgewickelten Transaktionen innerhalb von zwei Jahren vervielfacht. Die Prozesskosten pro Bestellung sanken signifikant, während die Kundenzufriedenheit durch bessere Lieferverfolgung und automatisierte Dokumentenbereitstellung stieg. Brenntag nutzt heute Datenanalysen, um Lieferkettenstörungen antizipieren zu können, bevor diese den Kunden treffen. Das Unternehmen hat den Wandel zum „Data-driven Distributor“ erfolgreich vollzogen. Diese Fallstudie zeigt, dass im globalen Handel die digitale Souveränität über die Datenströme heute ebenso wichtig ist wie die physische Kontrolle über die Lagerhäuser.




