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Ein Regionalverband der Johanniter im Osten Deutschlands beauftragte uns mit der Gewinnung von fünf Pflegefachkräften für die ambulante Pflege sowie einer Pflegedienstleitung (PDL) für ein neu eröffnetes Quartiersprojekt. Die Herausforderung lag in der Konkurrenz zu großen privaten Anbietern, die mit aggressiven Wechselprämien warben, während die Johanniter auf die langfristige Stabilität ihres kirchlichen Tarifvertrags (AVR DWBO Anlage Johanniter) setzten. Zudem erforderte das neue Projekt eine hohe Affinität zur quartiersnahen Versorgung und die Bereitschaft, die neuen Befugnisse des Pflegegesetzes 2026 (BEEP) aktiv in der Wundversorgung und Demenzberatung umzusetzen.
Die Headhunting-Strategie für die Johanniter
In der Ansprache positionierten wir die Johanniter nicht als „klassischen Pflegeheimbetreiber“, sondern als werteorientierten Sozialdienstleister mit exzellenten Rahmenbedingungen. Der Fokus lag auf der Tarifsteigerung zum 1. Januar 2026 um 3,0 Prozent sowie der neuen monatlichen Pflegezulage von 150 Euro für Fachkräfte in der ambulanten Pflege. Wir identifizierten gezielt Wechselwillige, die bei privaten Trägern unter hohem wirtschaftlichem Druck standen, und hoben die arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersvorsorge sowie das volle 13. Monatsgehalt der Johanniter als „Sicherheitsanker“ hervor.
Hürden und spezifische Benefits
Die größte Hürde war die Rekrutierung der PDL-Position, da hier ein Gehaltswunsch von über 65.000 Euro im Raum stand. Wir nutzten hier das Johanniter-Benefit der Anrechnung aller Berufsjahre und die Einstufung in die Entgeltgruppen 8 bis 10, was zusammen mit dem Kinderzuschlag von ca. 90 Euro pro Kind und den tariflichen Sonderzahlungen bei Lebensereignissen (z. B. Jubiläen) ein attraktives Gesamtpaket ergab. Für die Fachkräfte war das Dienstrad-Leasing und der 30-prozentige Zuschuss zum Deutschlandticket ein entscheidendes Argument, da das neue Quartiersprojekt in einer verkehrsberuhigten Zone mit Fokus auf E-Mobilität liegt.
Ergebnisse und Besetzung
Die PDL-Stelle wurde nach 70 Tagen mit einer erfahrenen Kraft besetzt, die gezielt von einem kommunalen Träger wechselte, um bei den Johannitern das interne Führungskräfteentwicklungsprogramm zu durchlaufen. Vier der fünf Fachkraftstellen konnten durch Performance Recruiting besetzt werden, wobei zwei der Kandidatinnen über das Programm „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ (Prämie bis zu 2.000 Euro) aus dem Netzwerk bestehender Johanniter-Mitarbeiter gewonnen wurden. Durch die Besetzung konnte das Projekt pünktlich starten und die Quote der unbesetzten Schichten in der Region um 12 Prozent gesenkt werden.
Key Facts des Johanniter-Mandats 2026
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Gehaltsvorteil: Einstiegsgehalt Fachkraft (EG 7) ab ca. 3.800 Euro brutto zzgl. 150 Euro Zulage.
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Sozialfaktor: 13. Monatsgehalt (100 %) und arbeitgeberfinanzierte Altersvorsorge als wichtigste Retentionsfaktoren.
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Modernisierungs-Check: Erfolgreiche Implementierung der neuen Heilkundebefugnisse als USP für junge, akademisierte Pflegekräfte.






