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ToggleDie Ausgangslage
Ein weltweit agierendes Familienunternehmen im Bereich der Präzisionsmechanik stand vor einer kritischen Zäsur. Der langjährige CEO, der das Unternehmen über zwei Jahrzehnte geprägt hatte, kündigte seinen Rückzug in den Ruhestand an. Die Herausforderung bestand darin, eine Führungspersönlichkeit zu finden, die nicht nur die technologische Exzellenz bewahrt, sondern auch die digitale Transformation und die Erschließung neuer Märkte in Asien vorantreibt. Die interne Nachfolgeplanung war zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgereift, weshalb der Beirat ein spezialisiertes Headhunting-Mandat für das C-Level vergab.
Der Suchprozess und die Methodik
Ein spezialisierter Executive Search Berater leitete den Prozess ein, indem er zunächst eine tiefgreifende Kulturanalyse des Unternehmens durchführte. Da Besetzungen auf C-Level oft weniger an fachlicher Qualifikation als an mangelndem „Cultural Fit“ scheitern, wurden Einzelgespräche mit den Gesellschaftern und dem restlichen Vorstand geführt. Basierend darauf wurde ein Zielprofil erstellt, das neben operativem Geschick vor allem empathische Führung und eine klare strategische Vision für das Zeitalter der Industrie 4.0 forderte.
Der Headhunter nutzte eine Kombination aus Direct Search und seinem exklusiven Netzwerk. In der Phase der Identifikation wurden über 80 potenzielle Kandidaten aus verwandten Industrien weltweit gescreent. Nach einer ersten diskreten Kontaktaufnahme wurden vertrauliche Interviews geführt, die über die reine Vita hinausgingen und tiefenpsychologische Aspekte sowie die Belastbarkeit in Krisenszenarien prüften.
Die Shortlist und Auswahl
Nach drei Monaten präsentierte der Headhunter dem Beirat eine Shortlist von drei hochkarätigen Kandidaten. Jeder Kandidat wurde durch ein detailliertes Dossier inklusive Referenzprüfungen und einer Einschätzung des Potenzials zur langfristigen Wertsteigerung vorgestellt. Die finale Auswahlphase beinhaltete mehrere Gesprächsrunden in neutraler Umgebung, um Diskretion zu wahren, sowie eine Case-Study-Präsentation vor dem Auswahlgremium.
Der gewählte Kandidat überzeugte durch seine Erfahrung in der Restrukturierung von Geschäftsbereichen bei einem größeren Wettbewerber und seine Fähigkeit, die Belegschaft für den anstehenden Wandel zu begeistern.
Das Ergebnis und Onboarding
Die Neubesetzung wurde sechs Monate vor dem Ausscheiden des amtierenden CEO finalisiert. Dies ermöglichte eine strukturierte Übergabephase, die vom Headhunter als Coach begleitet wurde. Innerhalb der ersten 100 Tage konnte der neue CEO bereits erste Akzente in der Digitalisierungsstrategie setzen und das Vertrauen der Kernmannschaft gewinnen.
Das Unternehmen verzeichnete im ersten Jahr nach dem Wechsel eine Effizienzsteigerung in der Produktion um 15 % und konnte erfolgreich ein neues Joint Venture in Vietnam initiieren. Die Fallstudie verdeutlicht, dass bei C-Level-Besetzungen die Diskretion, der Fokus auf kulturelle Kompatibilität und eine methodische Direktansprache die entscheidenden Erfolgsfaktoren sind.




