Inhaltsverzeichnis
Toggle- MTU Aero Engines AG – Besetzung des Global Senior Vice President for MRO Operations & Predictive Maintenance
- Die Triebwerkstechnologie am Scheideweg zwischen Effizienz und Nachhaltigkeit
- Das Anforderungsprofil: Ein Luftfahrt-Enthusiast mit digitalem Weitblick
- Strategisches Headhunting: Suche in der globalen Luftfahrt- und Logistik-Elite
- Der Auswahlprozess: Technische Präzision und kulturelle Passung
- Die Integrationsphase: Rollout der „MRO 4.0“-Strategie
- Ergebnisse: Technologischer Vorsprung im Servicegeschäft
MTU Aero Engines AG – Besetzung des Global Senior Vice President for MRO Operations & Predictive Maintenance
Die Triebwerkstechnologie am Scheideweg zwischen Effizienz und Nachhaltigkeit
Die MTU Aero Engines AG ist der führende deutsche Triebwerkshersteller und ein unverzichtbarer Partner der großen Player wie Pratt & Whitney sowie GE Aviation. Das Geschäftsmodell der MTU ruht auf zwei Säulen: der Entwicklung hochkomplexer Komponenten für neue Triebwerke (wie den Getriebefan) und dem hochprofitablen Servicegeschäft (Maintenance, Repair and Overhaul – MRO). Angesichts des massiven Wiederanstiegs des globalen Flugverkehrs und des gleichzeitigen Drucks zur Dekarbonisierung stand die MTU vor der Herausforderung, ihre globalen Instandhaltungskapazitäten radikal zu modernisieren. Gesucht wurde ein Senior Vice President for MRO Operations, der die weltweiten Standorte (von München über Polen bis China) technologisch synchronisiert und das Feld der Predictive Maintenance (vorausschauende Wartung) auf Basis von Triebwerks-Echtzeitdaten anführt.
Das Anforderungsprofil: Ein Luftfahrt-Enthusiast mit digitalem Weitblick
Die Anforderungen an den Kandidaten waren geprägt von den extremen Sicherheitsstandards der Luftfahrtindustrie. Die MTU suchte eine Führungspersönlichkeit, die das „eiserne Handwerk“ des Triebwerksbaus versteht, aber im Herzen ein Visionär der digitalen Fabrik ist. Der ideale Kandidat musste nachweislich komplexe Shop-Floor-Prozesse optimiert haben und verstehen, wie man KI-gestützte Algorithmen nutzt, um den optimalen Wartungszeitpunkt für eine Turbine vorherzusagen, bevor ein Bauteil seine Verschleißgrenze erreicht. Gefragt war die „Authoritativeness“, um gegenüber internationalen Fluggesellschaften und Regulatoren (wie der EASA) als Garant für höchste Qualität und Zuverlässigkeit aufzutreten. Zudem war eine hohe „Experience“ im Bereich „Lean Aerospace“ erforderlich, um die Durchlaufzeiten in den Instandhaltungswerken drastisch zu verkürzen.
Strategisches Headhunting: Suche in der globalen Luftfahrt- und Logistik-Elite
Als spezialisierte Headhunter identifizierten wir, dass die Lösung in der Gewinnung eines Experten lag, der bereits in führenden Rollen bei internationalen Airlines oder bei spezialisierten Aerospace-Zulieferern gearbeitet hatte. Unsere Suche erstreckte sich über die Luftfahrt-Cluster in Toulouse, Seattle, Singapur und Dubai. Wir analysierten Top-Talente bei Unternehmen wie Lufthansa Technik, Rolls-Royce oder Safran sowie Experten für industrielle Digitalisierung bei Tech-Konzernen. Die Herausforderung war, jemanden zu finden, der die langen Zyklen der Luftfahrt (Triebwerke fliegen oft 25 Jahre) mit der Kurzlebigkeit digitaler Innovationen verknüpfen kann. Wir gewannen einen Kandidaten, der zuvor das globale Flottenmanagement einer der weltweit größten Airlines digital transformiert hatte.
Der Auswahlprozess: Technische Präzision und kulturelle Passung
Der Auswahlprozess bei der MTU war ein mehrstufiges Verfahren unter direkter Einbindung des Vorstands für Programme und Technik. Ein zentrales Element war die Diskussion über das „Triebwerk der Zukunft“: Wie bereitet man das MRO-Geschäft auf Wasserstoffantriebe und Hybrid-Systeme vor? Der Kandidat musste zudem darlegen, wie er die internationale Zusammenarbeit zwischen den Standorten verbessern würde, um die Kapazitätsauslastung global zu optimieren. Er überzeugte durch seinen Fokus auf „Asset Intelligence“ – die Idee, dass jedes Triebwerksteil eine digitale Identität besitzt. Seine Erfahrung in der Moderation zwischen hochqualifizierten Ingenieurteams und operativen Mechanikern war ein entscheidender Pluspunkt für die Besetzung.
Die Integrationsphase: Rollout der „MRO 4.0“-Strategie
Nach der erfolgreichen Vermittlung unterstützten wir den neuen SVP dabei, ein globales Kompetenzzentrum für digitale Instandhaltung aufzubauen. Wir moderierten den Onboarding-Prozess, um sicherzustellen, dass die neuen digitalen Tools (wie Augmented Reality für die Inspektion) in den Werken weltweit einheitlich eingeführt wurden. Ein kritischer Faktor war die Implementierung eines neuen ERP-Systems für die Logistik der Ersatzteile, das Engpässe in der globalen Lieferkette proaktiv abfedert. Wir begleiteten ihn dabei, strategische Partnerschaften mit Software-Anbietern für die Big-Data-Analyse von Flugdaten zu schließen. Durch unsere Beratung gelang es, die interne Akzeptanz für die datengetriebene Prozesssteuerung signifikant zu erhöhen.
Ergebnisse: Technologischer Vorsprung im Servicegeschäft
Heute gilt die MTU als einer der technologisch fortschrittlichsten MRO-Anbieter weltweit. Unter der Leitung des von uns vermittelten Experten konnte das Unternehmen die Liegezeiten der Triebwerke in den Werkstätten um 15 % senken, was für die Airlines einen enormen wirtschaftlichen Vorteil bedeutet. Die MTU nutzt heute digitale Zwillinge für jedes gewartete Triebwerk, was die Planungssicherheit massiv erhöht hat. Das Servicegeschäft trägt heute mehr denn je zur stabilen Gewinnmarge des Konzerns bei. Diese Fallstudie zeigt, dass in der Luftfahrt die intelligente Verbindung von physischer Präzision und digitaler Analyse der Schlüssel zur Marktführerschaft im 21. Jahrhundert ist.







