Inhaltsverzeichnis
Toggle- Sartorius AG – Besetzung des Global Senior Vice President for Bioprocess Solutions & Digital Twin Development
- Das Rückgrat der modernen Biopharmazie
- Das Anforderungsprofil: Ein Visionär für die „Bioprocess 4.0“
- Strategisches Headhunting: Suche in den Clustern von Cambridge (MA) bis Basel
- Der Auswahlprozess: Wissenschaftliche Validität und Skalierungskompetenz
- Die Integrationsphase: Aufbau eines globalen Software-Eco-Systems
- Ergebnisse: Technologieführerschaft in der Bioprozess-Optimierung
Sartorius AG – Besetzung des Global Senior Vice President for Bioprocess Solutions & Digital Twin Development
Das Rückgrat der modernen Biopharmazie
Die Sartorius AG mit Sitz in Göttingen hat sich von einem Feinmechanik-Betrieb zu einem weltweit unverzichtbaren Partner der Biopharma-Industrie entwickelt. Ob Impfstoffe, Krebstherapien oder monoklonale Antikörper – fast jedes moderne Biopharmazeutikum kommt während seiner Entwicklung oder Produktion mit Sartorius-Technologie in Kontakt. Die größte Herausforderung der Branche ist die Skalierung: Wie überführt man einen hochempfindlichen biologischen Prozess aus der Petrischale sicher in einen 2.000-Liter-Bioreaktor? Um die Effizienz zu steigern und Fehlchargen zu minimieren, setzt Sartorius auf die Entwicklung von Digitalen Zwillingen der Bioreaktoren. Gesucht wurde ein Global Senior Vice President, der die mechanische Welt der Filter und Reaktoren mit der Welt der prädiktiven Datenanalyse verschmilzt.
Das Anforderungsprofil: Ein Visionär für die „Bioprocess 4.0“
Die Anforderungen an den Kandidaten waren extrem hoch: Sartorius suchte eine Führungspersönlichkeit, die sowohl die Biologie der Zelle als auch die Thermodynamik in Großanlagen und die Informatik der Datenmodellierung versteht. Der ideale Kandidat musste Erfahrung darin haben, wie man Sensordaten nutzt, um das Zellwachstum in Echtzeit zu steuern. Gefragt war die „Authoritativeness“, um gegenüber globalen Pharma-Giganten als strategischer Partner für die Fabrik der Zukunft aufzutreten. Eine hohe „Experience“ in der Leitung internationaler R&D-Standorte (insbesondere in den USA und Asien) war zwingend erforderlich, um die Innovationszyklen in der „Single-Use“-Technologie (Einweg-Systeme) weiter zu beschleunigen.
Strategisches Headhunting: Suche in den Clustern von Cambridge (MA) bis Basel
Als spezialisierte Headhunter identifizierten wir, dass die Lösung in der Gewinnung eines Experten lag, der an der Schnittstelle von Bio-Engineering und Software-Engineering arbeitet. Unsere Suche konzentrierte sich auf die weltweit führenden Biotech-Cluster in Boston/Cambridge, San Francisco, der Schweiz und den aufstrebenden Standorten in China. Wir analysierten Top-Talente bei großen Pharma-Zulieferern sowie bei spezialisierten Software-Häusern für Life-Science-Simulationen. Die Herausforderung war, jemanden zu finden, der die wissenschaftliche Tiefe von Sartorius schätzt, aber die notwendige Geschwindigkeit mitbringt, um digitale Produkte zur Marktreife zu führen. Wir gewannen einen Kandidaten, der zuvor die digitale Plattform-Strategie eines weltweit führenden Laborgeräte-Herstellers geleitet hatte.
Der Auswahlprozess: Wissenschaftliche Validität und Skalierungskompetenz
Der Auswahlprozess bei Sartorius war geprägt durch einen intensiven Austausch mit dem Vorstand und den führenden Wissenschaftlern. Ein zentrales Element war die Diskussion über die „Modulare Produktion“: Wie können Biopharma-Unternehmen ihre Kapazitäten innerhalb von Wochen statt Jahren erweitern? Der Kandidat musste zudem darlegen, wie er KI nutzen würde, um die Ausbeute bei der Produktion von Zelltherapien zu verdoppeln. Er überzeugte durch seinen Ansatz der „Data-driven Bioprocessing“ – die Idee, dass der Prozess selbst intelligent wird. Seine Erfahrung in der Post-Merger-Integration von Software-Startups war für Sartorius, das stark durch Akquisitionen wächst, ein entscheidender Vorteil.
Die Integrationsphase: Aufbau eines globalen Software-Eco-Systems
Nach der erfolgreichen Vermittlung unterstützten wir den neuen SVP dabei, die internen Silos zwischen Hardware-Entwicklung und Software-Programmierung aufzubrechen. Wir moderierten den Onboarding-Prozess, um sicherzustellen, dass die „Digital-First“-Strategie auch in den traditionellen Produktionsstandorten verankert wurde. Ein kritischer Faktor war die Einführung einer offenen Datenplattform, die es Kunden ermöglicht, Sartorius-Geräte nahtlos in ihre bestehende IT-Infrastruktur zu integrieren. Wir begleiteten ihn dabei, ein globales Team aus Bio-Informatikern und Prozess-Ingenieuren zu formen. Durch unsere Beratung gelang es, die Entwicklungszeit für neue Bioreaktor-Steuerungen signifikant zu verkürzen.
Ergebnisse: Technologieführerschaft in der Bioprozess-Optimierung
Heute gilt Sartorius als der technologische Vorreiter für das „Labor der Zukunft“. Unter der Leitung des von uns vermittelten Experten wurden neue Standards für die vernetzte Produktion von Biopharmazeutika gesetzt. Die Kunden von Sartorius können heute ihre Produktionsprozesse am Computer simulieren, bevor der erste Liter Medium in den Reaktor fließt – das spart Zeit und wertvolle Ressourcen. Die Position von Sartorius als unverzichtbarer Enabler der modernen Medizin wurde durch diesen digitalen Sprung massiv gefestigt. Diese Fallstudie zeigt, dass im Bereich Life Science die Hardware nur so gut ist wie die Software, die sie steuert.






